Grundlagen

Was ist Meditation?

Häufig wird unter dem Begriff „Meditation“ vor allen Dingen „Sitzmeditation“ verstanden. Stilles Sitzen über einen langen Zeitraum. Man beobachtet den Atem und versucht, möglichst keine Gedanken zu haben… Haben Sie sich die Meditation so oder so ähnlich vorgestellt? Tatsächlich ist Meditation viel umfassender: Es ist Leben in Bewusstheit, Leben in Achtsamkeit. Wir können meditieren, während wir gehen, stehen, sitzen, essen, Tee trinken, unser Geschirr spülen, ja sogar während wir sprechen oder am Computer arbeiten. Das Entscheidende ist, dass wir uns dessen bewusst sind, was wir tun. Doch wozu? Das Bewusstsein spielt eine wichtige Rolle für unser Glück, für unseren inneren Frieden, für unsere Fähigkeit, zu entspannen, für einen gesunden Körper, für die Beziehungen zu unseren Mitmenschen… Und jeder von uns hat die Fähigkeit, sich der Dinge in sich selbst und der Dinge um sich herum bewusst zu sein. Woher wüssten wir sonst überhaupt, dass wir hier sind? Oder dass uns gerade ein anderer Mensch gegenüber sitzt? Wir alle haben diese Fähigkeit, allerdings ist sie bei den meisten Menschen nicht besonders stark ausgeprägt. Das liegt daran, dass wir der Bewusstheit nicht sonderlich viel Aufmerksamkeit schenken. Was wiederum daran liegt, dass unser Bewusstsein bereits mit vielen anderen Dingen gefüllt ist, die nach unserer Aufmerksamkeit zu rufen scheinen: Unsere Gedanken. Wenn unsere Achtsamkeit bereits stark genug dafür ist, so können wir ein kleines Experiment wagen: Wir können einmal versuchen, unsere eigenen Gedanken zu beobachten. Dafür muss allerdings die Achtsamkeit, also die Fähigkeit, Dinge bewusst wahrzunehmen, schon relativ stark sein. Und wie wird unsere Achtsamkeit stark? Ganz einfach: Indem wir sie möglichst oft einschalten. Die Achtsamkeit kann man sich in etwa wie eine Lampe vorstellen, die eine besondere Eigenschaft hat: Je länger sie leuchtet, desto heller ist das Licht, dass sie ausstrahlt. Da sie heller leuchtet, kann sie auch mehr Dinge beleuchten als zuvor, d.h. mit stärkerer Achtsamkeit können wir auch mehr und deutlicher sehen. Und die Achtsamkeit wird eben stärker, je länger wir sie einschalten. Und das ist auch der Grund, warum wir überhaupt Meditation praktizieren: Damit unsere Achtsamkeit und unser Bewusstsein stärker werden, sodass wir die Dingen in uns und um uns herum klar erkennen können.

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